Verfolgung und Prävention organisierter Finanzkriminalität mit virtuellen Währungen (BITCRIME)

Das Projekt

BITCRIME ist ein bilaterales, deutsch-österreichisches Forschungsprojekt, das sich mit der Prävention und Verfolgung organisierter Finanzkriminalität mit virtuellen Währungen beschäftigt und vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie vom österreichischen Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert wird. Das Projekt ist auf 28 Monate (Oktober 2014 – Januar 2017) angelegt. Das Gesamtprojektvolumen beträgt 2,4 Millionen Euro.

Herausforderung

Die Nutzung virtueller Währungen nimmt stetig zu. Unabhängig von Notenbanken, Staaten und Kreditinstituten direkt zwischen den Nutzern gehandelt, entziehen sie sich weitgehend staatlichen Eingriffsmöglichkeiten. Dies macht virtuelle Währungen auch für Akteure der organisierten Finanzkriminalität attraktiv. Bislang fehlt es jedoch an effektiven Präventions- und Verfolgungsstrategien.

Ziele und Perspektiven

Das Verbundprojekt setzt bei einer Bestandsaufnahme der Materie und der Bedrohungslage an, um auf Grundlage dessen innovative, der Natur virtueller Währungen angemessene und damit praktikable Ansätze zur Regulierung virtueller Währungen zu entwickeln. Angestrebt werden im europäischen Raum umsetzbare, jedoch international übertragbare und anschlussfähige Lösungen. Wesentliche Anforderungen dabei sind die Wirtschaftlichkeit für alle Beteiligten und ein ausgewogenes Verhältnis von Wachstumspotenzial, Freiheit, verwaltungsrechtlicher Handhabe und Strafverfolgung. Im Fokus stehen Ansätze technischer und organisatorischer Art, die effektive kriminalpolizeiliche Ermittlungen ermöglichen, ohne auf pauschalen Verboten zu beruhen oder erhöhtes Missbrauchspotenzial im Sinne einer Massenüberwachung aufzuweisen. Die bilaterale Zusammenarbeit befördert dabei eine ganzheitliche und interdisziplinäre Herangehensweise an das wachsende Problemfeld virtueller Währungen.

Sprecher des Gesamtkonsortiums

Prof. Dr. Rainer Böhme
Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Institut für Wirtschaftsinformatik
Leonardo-Campus 3, 48149 Münster

Kontakt

Paulina Pesch, Dipl.-Jur.
Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Institut für Wirtschaftsinformatik
Leonardo-Campus 3, 48149 Münster
E-Mail: paulina.pesch@uni-muenster.de